14
May
2012

Probleme erkennen, Blockaden lösen!

Wie kann ich meine inneren Blockaden lösen? Schaffen, was unmöglich scheint!

Jeder kennt sie, jeder hat sie, diese kleinen Hindernisse im Kopf, die es uns einfach unmöglich machen, gewisse Dinge zu schaffen. Ich möchte euch heute zeigen, wie man seine inneren Blockaden lösen kann, wie man sich frei machen kann von all den so festsitzenden Gedanken, die uns tagtäglich hemmen, Dinge zu tun, die wir gerne tun würden.

Blockaden lösen heißt Blockaden verstehen

Ich hatte in meiner Schulzeit immer panische Angst vor Vorträgen. Ich weiß, viele Leute sind aufgeregt, wenn sie Vorträge halten müssen. Sprechen vor großen Menschenmassen, das macht den wenigstens Menschen Spaß. Aber ich war nicht nur aufgeregt, ich hatte wirklich richtig Angst. Wo es nur ging, habe ich mich um Vorträge gedrückt, mich teilweise krank gestellt oder ähnliches. Aber manchmal kam ich nicht drum rum, und dann fing das Herz an zu pochen, als hätte mir jemand eine volle Spritze Koffein mitten in die Brust gerammt. Ich begann zu schwitzen, wurde tomatenrot, mein Mund wurde trocken und ich fing an zu stottern. Das verrückte dabei ist allerdings: Nach 5 Minuten ging es immer. Jedes Mal. Wenn ich mich erst einmal eingeredet hatte, fing ich an klar und deutlich, langsam und mit kraftvoller Stimme zu sprechen – das komplette Gegenteil von davor.

Ich habe für meine Vorträge meistens keine schlechten Noten bekommen, doch trotzdem: Irgendwas in mir drin hat sich jedes Mal wenn es darum ging, einen Vortrag zu halten, aufgebäumt und gewehrt. Das war unverständlich für mich. Ich wusste, dass ich Vorträge mehr oder weniger gut halten kann und hatte trotzdem Angst davor? Irgendwas blockierte mich und ich habe einfach nicht verstanden, was es war und warum es da war.

Blockaden lösen heißt Gründe finden

Ich setzte mich also auf meinen Hosenboden und dachte nach. Wovor hast du eigentlich Angst?

„Zu versagen!“, „Ausgelacht werden!“, „Davor, dass die anderen ihre Achtung vor mir verlieren…“, „Wenn ich was falsch mache, was vergesse, dann stehe ich da wie der letzte Trottel!“

Ich schrieb alles auf, was mir in den Sinn kam (das oben sind nur Auszüge davon, mir ist noch mehr eingefallen, aber viele Sachen ähnelten sich irgendwie) mit der festen Überzeugung, dass ich den Grund für diese Blockade finden werde und sie lösen werde. Als ich mir nun anschaute, was meine Ängste waren, stellte ich fest, dass die meisten eigentlich auf eine wirkliche Angst anspielten: Die Anerkennung der anderen zu verlieren.

Blockaden lösen heißt sie rational zu betrachten

Das war also mein Problem! Ich hatte Angst, dass meine Freunde, Mitschüler und Lehrer aufhören mich und meine Fähigkeiten zu schätzen, mich für dumm oder unfähig zu halten. Ich wollte ihre Anerkennung nicht verlieren und hatte panische Angst davor genau das zu tun. Dann schaute ich zurück auf die Vorträge, die ich gehalten hatte. Die, die gut liefen waren nicht das Problem. Wenn man zeigt, was man kann, dann bekommt man auch die Anerkennung dafür.

Aber was war mit den Vorträgen, die nicht so gut liefen? Blackouts, Rumgestotter, Powerpoint-Präsentationen, die auf einmal nicht mehr funktionierten? Wie haben die anderen reagiert? Haben sie mich eigentlich jemals ausgelacht? Haben sie mich jemals als „dumm“ oder „unfähig“ beschimpft? Nein! Selbst, wenn es manchmal nicht so gut lief in einer Präsentation, dann wurde einfach drüber hinweg gesehen. „Kommt halt mal vor!“ oder „Ach, schau erst mal, wenn ich meinen Vortrag halte!“ – und irgendwie haben die meisten von ihnen schon mal Aussetzer bei Vorträgen gehabt. Und wie habe ich reagiert? Habe ich gelacht oder jemanden für dumm befunden? Auch nicht! Wo war dann eigentlich das Problem?

Blockaden lösen heißt Probleme loswerden

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe festgestellt, dass all meine Ängste völlig unbegründet waren. Jeder, der schon einmal einen Vortrag halten musste, weiß wie aufgeregt man vorher ist. Und jeder weiß, dass auch mal was schief laufen kann. Das habe ich mir immer und immer wieder eingeredet. Und irgendwann ist dieses Wissen bis in mein Unterbewusstsein vorgedrungen, da wo sich die Probleme nämlich einnisten. Und als dieses Wissen erst einmal da war, schwupp: Blockade gelöst!

Ich weiß, das klingt irgendwie lächerlich einfach, aber genau das ist es auch! Wenn ich heute einen Vortrag halten muss (und das muss ich mittlerweile ziemlich häufig), dann bin ich jedes Mal noch aufgeregt, keine Frage. Aber nur ein bisschen, grade so viel, dass ich mir selbst zeige, dass mir der Vortrag wichtig ist. Aber wenn ich jetzt vorne stehe, dann lächle ich, stehe grade und mit erhobenem Kopf da, weil ich weiß, dass mir nichts passieren kann. Mir kann nichts passieren. Mir kann nichts passieren. Mir kann nichts passieren. Immer, wenn die Aufregung doch ein wenig größer wird, sage ich mir genau diese Worte. Ich atme zwei, drei Mal tief durch und freue mich regelrecht darauf, dass ich gleich zeigen kann, was ich kann. Vorhang auf, Bühne frei!

Blockaden lösen heißt Blockaden lösen

Das war nur ein Beispiel. Jeder hat andere Probleme im Kopf, jeder Mensch hat seine eigenen kleinen Ängste und Hindernisse, die irgendwie irrational sind und trotzdem da. Ist es die Angst vor Spinnen, Höhenangst beim Klettern, wenn man doch total abgesichert ist oder einfach die Tatsache, dass man den Mund nicht aufkriegt, wenn man mit jemanden des anderen Geschlechts redet (geht mir übrigens manchmal heute noch so).

Einfach, aber wirksam ist folgender Rat: Stell dich dem Problem, finde die Gründe für deine Angst, betrachte sie rational und sage dir immer wieder: „Es kann mir nichts passieren!“ und du wirst sehen, dass du fast all deine Blockaden lösen kannst und ein besseres, leichteres Leben führen wirst.

Das Beste
Robin

Autor: Jan
Kategorie: Bewusstsein, Persönichkeitsentwicklung, Ziele

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Kommentare (2)

  • 14/04/2014 at 12:41 |

    Vielen Dank für den guten Artikel. Da wir nicht vom Kopf gesteuert werden, sondern von unseren Gefühlen ist der Versuch sich einzureden, das nicht passieren kann, sicherlich ein gutes Refraiming. Allerdings bleibt die Angst, also das Gefühl und muss jedesmal, wenn man in eine ähnliche Situation kommt, wieder von Neuen “gelöst” werden. Es gibt mittlerweile wesentlich effektivere Methoden, die dazu beitragen aus sich heraus selbstsicher und selbstbewusst zu sein. Und dazu gehört Positives Denken nicht unbedingt. Angst zu versagen kann eine sehr starke Emotion sein und ist mit einem Spruch nicht wirklich aufgelöst, sondern höchstens für den Moment mal eben überwunden.
    Mit strahlenden Grüßen
    Elena Sommer

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