13
August
2012

Wie Glaubenssätze unser Leben bestimmen

Was sind Glaubenssätze? Was bewirken Glaubenssätze? Wie kann ich Glaubenssätze ändern?

Es ist diese Stimme im Kopf die dann und wann auftaucht. Es ist ein Gefühl was sicher auch Dich immer mal wieder überkommt und Dich an irgendwas hindert, ohne das Du genau weißt warum. Sicher hast auch Du in Deiner Jugend und Kindheit Sätze gehört die vielleicht einfach nur so dahin gesagt wurden, die Du aber geglaubt hast und diese arbeiten seit dem in uns, oft unbewusst – Glaubenssätze.

Um zu erklären, was es mit Glaubenssätzen auf sich hat, will ich eine kurze Geschichte erzählen. In meiner Jugendzeit war ich einmal in Taizé. Taizé – für alle, die es nicht kennen – ist ein ökumenisches Kloster in Frankreich. Tausende und abertausende Jugendliche, aber auch erwachsene Menschen, treffen sich in Taizé, um gemeinsam zu leben, zu beten und Glück zu erfahren. Das Kloster ist größtenteils christlich geprägt, kommen kann aber wer immer möchte. Ganz egal, welcher Religion oder welchen Glaubens du bist, in Taizé wirst du immer mit offenen Armen empfangen.

Während der Zeit in Taizé hat man viele Gelegenheiten, mit Menschen aller Länder und Religionen zu reden, sich auszutauschen und neue Dinge zu lernen. Ein russischer Freund von mir allerdings, hat mich am meisten beeindruckt. Er war, im Gegensatz zu mir, für mehrere Wochen in Taizé und meinte, dass ihn diese Zeit sehr verändert hat. Er erzählte mir zum ersten Mal von Glaubenssätzen. Er meinte, dass er früher einer der Menschen war, die sich ständig gesagt haben „Das schaffe ich nie!“ und „Wenn ich das nicht schaffe, dann gibt es Ärger!“ – Er stand unter großem Erfolgsdruck und gleichzeitig unter der ständigen Angst, diesem Druck nicht gewachsen zu sein. Diese Sätze waren Glaubenssätze meines Freundes. Jeder Mensch hat sie, viele von ihnen, und sie beeinflussen unser Leben, sowohl im guten wie im schlechten.

Dieser Freund meinte, dass ihm die Wärme und Herzlichkeit, die Nähe zu Gott, die er gefunden hat und die vielen neuen Erfahrungen mit anderen Menschen geholfen haben, diese Glaubenssätze abzulegen und sich so von seiner Last zu befreien. Er meinte, er fühle sich wie ein neuer Mensch. Und damit hat er – aus heutiger Sicht betrachtet – gar nicht so Unrecht gehabt. Glaubenssätze steuern unser Leben, sie sind ein Teil von uns, machen uns aus. Sie entscheiden über unsere Gedanken und unser Handeln. Über alles, was wir sagen und was wir tun. Wenn wir Glaubenssätze ablegen oder neue Glaubenssätze annehmen, dann ändern wir uns – wir werden zu neuen Menschen.

Was Glaubenssätze sind und bewirken

Glaubenssätze, das sind all die Dinge, von denen wir ausgehen, dass sie wahr sind, ohne dass wir es wirklich wissen. Sie drücken, einfach gesagt, unseren Glauben aus. Wenn wir zum Beispiel sagen „Ich bin grundsätzlich faul!“, dann ist das ein Glaubenssatz. Diese Aussage ist weder wirklich wahr, noch wirklich falsch, sie gilt solange, wie wir daran glauben. Niemand weiß, ob man tatsächlich überhaupt grundsätzlich faul sein kann, oder ob nicht jeder Mensch die Anlagen hat sowohl faul, als auch ständig aktiv zu sein. Solange wir also im Unwissen sind, postulieren wir Glaubenssätze. Und diese bestimmen dann unser Leben. Solange wir uns sagen: „Ich bin grundsätzlich faul!“ oder etwa „Ich bin schüchtern!“, „Ich muss immer alles perfekt machen!“, ganz egal, es gibt tausend andere Beispiele – solange wir uns diese Sätze sagen, formen sie unsere Realität, solange sind sie auch wahr.

Wie wir durch Glaubenssätze unser Leben ändern können

Das Tolle an Glaubenssätzen ist, wie das Beispiel meines Freundes ja schon gezeigt hat, dass sie nichts Festes sind. Man kann sie ändern, anpassen, Glaubenssätze ablegen und neue Glaubenssätze annehmen. Die Frage ist nur: Wie können wir unsere Glaubenssätze und damit unser Leben ändern?

  • Das wichtigste, was du tun musst, um deine Glaubenssätze zu ändern ist, dass du herausfindest, welche denn überhaupt deine sind. Überlege einmal, welche Aussagen du verallgemeinert benutzt. Häufig findest du in diesen Sätze Worte wie „immer“ oder „jeder“. In jeder Verallgemeinerung könnte sich ein Glaubenssatz verstecken. Hilfreich ist auch, wenn du deine eigenen Reaktionen auf das Gesagte von anderen überprüfst. Wenn jemand etwas mit voller Überzeugung sagt, wie etwa: „Frauen können prinzipiell nicht einparken!“, stimmst du zu oder denkst du etwas anderes? Deine Meinung dazu ist dein persönlicher Glaubenssatz.
  • Schreibe deine Glaubenssätze nun einmal auf, so dass du sie alle untereinander aufgelistet und vor dir hast. Welche davon gefallen dir, welche davon eher weniger? Markiere die guten Glaubenssätze grün, die schlechten in Rot. Überlege nun, welche Alternativen es zu den Glaubenssätzen gibt, die dir nicht gefallen. Falls dir keine befriedigenden Alternativen einfallen, rede einfach mal mit Freunden drüber. Die Glaubenssätze anderer Leute zu übernehmen, kann manchmal recht hilfreich sein. Trotzdem ist es immer gut, sie vorher zu hinterfragen.
  • Wenn du Alternativen gefunden hast, dann kannst du langsam damit beginnen, deine Glaubenssätze zu ändern und dich auf den Weg zu machen, ein neuer Mensch zu werden. Sage dir mehrmals täglich deine neuen Glaubenssätze auf, sowohl innerlich, als auch laut artikuliert. Schreibe sie auf Zettel und pinne sie an Orte, wo du sie häufig sehen kannst. So gelangen sie nach und nach in dein Unterbewusstsein und setzen sich dort als wirkliche Glaubenssätze fest. Irgendwann wirst du diese Sätze leben, ohne sie ständig zu hinterfragen oder immer wieder ins Gedächtnis rufen zu müssen.

Nutze diese Methoden, falls du dich unzufrieden mit deinem Leben fühlst. Neue Glaubenssätze können dein Leben drastisch ändern und ihm neue Qualität geben!

Viel Erfolg damit!

Euer Robin

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Autor: Jan
Kategorie: Bewusstsein, Erfolg, Persönichkeitsentwicklung

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Kommentare (1)

  • Nana
    14/08/2012 at 11:13 |

    Hallo!

    Ich wollte mal nen gruss da lassen da ich mich erst richtig fuer den Artikel interessiert habe als das Wort Taize aufgetaucht ist – ich war schon 3 Mal fuer jeweils eine Woche da und muss sagen dass es mich von Grund auf veraendert hat! (Ich war 15, 16 und 18 und bin jetzt 21). Das Gemeinschaftsgefuehl ist einfach nur unbeschreiblich und ich wuerde jedem sofort ans Herz legen da einmal hin zu gehen, egal ob Christ oder nicht. In dieser Woche werden alle deine Glaubenssaetze hinterfragt, aber mehr auf eine unbewusste Art und Weise.

    Meine Taizekette habe ich immer noch und die Erinnerungen werden mich wohl nie verlassen.

    Liebe Gruesse

    Nana

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