02
July
2012

Einen Menschen loslassen, an dem ich noch hänge!

Wie man aus einer sozialen Abhängigkeit kommt und lernt einfach loslassen zu können.

Ich habe letztens einen alten Freund wieder getroffen. Wir sehen uns recht selten, aber jedes Treffen mit ihm ist eine Bereicherung für mich. Dieser Freund war es auch, der vor einigen Jahren etwas zu mir gesagt hat, was mir bis heute im Kopf rumschwirrt und weshalb ich beschlossen habe den heutigen Artikel genau zu diesem Thema, dem Loslassen und der Befreiung aus der sozialen Abhängigkeit, zu verfassen. Mein Freund kam zu dieser Zeit aus einer langjährigen Beziehung und ich fragte ihn, wie er sich danach fühle, weil viele Menschen ja erst einmal in ein tiefes Loch fallen. Er meinte zu mir, dass es ihm ziemlich gut gehe. Klar sei er traurig, alles andere wäre auch unnatürlich, aber er fühle sich immer noch glücklich. Wieso? Er hat sich an einem Punkt in seinem Leben gesagt, dass er sein persönliches Glück niemals von nur einer Person oder Sache abhängig machen will. Zu groß sei die Gefahr, dass diese Person oder Sache mit einem Mal nicht mehr da sei, und dann fällt man tief. Sehr tief.

Er hat seine Freundin geliebt und es hat ihn getroffen, als die Beziehung endete, aber es hat ihn nicht vollends zu Boden gerissen. Er hat sein Glück aus so vielen Sachen gezogen, dass es ihn nicht umwarf, als eine Sache wegbrach, egal wie wichtig sie ihm war.

Die Prävention der sozialen Abhängigkeit – Das Loslassen möglich machen

Ich habe mir diese Lebensweise danach selbst zu Eigen gemacht, weil ich wusste, dass ich einer dieser Kandidaten war, die allzu schnell in ein tiefes Loch fallen. In meiner Jugend war ich häufig unglücklich verliebt und nicht selten schwebte mir der Gedanke im Kopf herum: „Ohne dieses Mädchen werde ich niemals glücklich werden“. Die meisten von euch haben wahrscheinlich auch schon mal jemanden gehabt, mit dem es euch so ging. Diese eine Person, die so perfekt scheint, dass man nur mit, aber nicht ohne sie glücklich werden kann. Oft spielt das Leben aber nicht so, wie wir wollen und wir können die Person nicht haben. Was wir dann machen müssen, ist loslassen. Wir müssen die Person, den Wunsch loslassen und uns befreien von den Gedanken, die uns zu Boden reißen und dort halten.

Der erste Schritt dazu ist, sich ein Teil seines Glücks außerhalb von Personen zu suchen. Egal ob Familie, Freunde oder Partner – was wir mittlerweile alle wissen sollten ist, dass es immer passieren kann, dass jemand egal aus welchem Grund nicht mehr da ist. Um uns davor zu schützen in ein Loch zu fallen und nicht loslassen zu können, müssen wir unsere Bedürfnisse umverteilen. Leute, die ein Hobby haben, dem sie nacheifern, gehen statistisch gesehen besser mit sozialen Verlusten um, als andere. Es ist immer gut, eine Leidenschaft zu haben, der man sich widmen kann. Ist es zeichnen, Sport, ein Instrument, eine Sammlung? Vielleicht das Helfen in einer sozialen Einrichtung? Egal was, es ist immer gut eine Beschäftigung zu haben, die einen mit Freude erfüllt. So spaltet man seine Abhängigkeit auf und ist schwieriger umzuwerfen.

Loslassen bedeutet wieder freie Hände für andere zu haben

Was nun, wenn man sich nun aber bereits in einer sozialen Abhängigkeit befindet? Wie kommt man raus aus dem Gefühl der Trauer und Depression, dem Motivationsloch, in dem einem alles egal ist? Die Antwort ist einfach: Um einen Menschen loszulassen, muss man andere Menschen treffen. Ob es Freunde oder Familie sind, oder ob man einfach wieder rausgeht, auf Partys, in Clubs und Bars oder sich in einem Verein einträgt. Wichtig ist, dass man unter Menschen kommt, denn nur so kann man feststellen, dass es noch genug andere Menschen gibt, die es wert sind, Zeit mit ihnen zu verbringen.

 Häufig krallt man sich an der Person, von der man abhängig ist fest, will nicht loslassen, weil man denkt, dass nur dieser Mensch der eine wahre, perfekt zu einem passende ist. Darin liegt aber ein großer Irrtum. Rein rational gesehen gibt es eine unglaublich große Anzahl von Menschen, die zu einem passen. Bei mehreren Milliarden Menschen auf der ganzen Welt (Tendenz steigend) wäre es doch auch seltsam, wenn es nur den einen passenden geben würde.

Geh wieder unter Menschen und du wirst schnell feststellen, dass du überall welche finden wirst, mit denen du gerne Zeit verbringen möchtest – und umgekehrt. Doch pass auf, dass du dann nicht wieder den gleichen Fehler begehst und dich zu sehr abhängig von nur einer Person machst. Es ist immer gut verschiedene Menschen zu haben, die einem wichtig sind – falls dann mal einer wegfällt, hat man immer noch genug andere, die einen über Wasser halten.

Was ich damit sagen möchte ist zusammengefasst: Es ist wichtig, sein Glück aus verschiedenen Quellen zu ziehen.

Ganz egal, ob es sich dabei um Personen, Dinge oder Hobbies handelt. Man kann sich das ungefähr so vorstellen, dass jede einzelne Glücksquelle ein Anker ist, der einen in sicheren Gewässern hält. Je mehr Anker man hat, je verschiedener sie positioniert sind, desto geringer ist die Gefahr, dass man abdriftet und von den Fluten verschlungen wird. Das Leben ist zu kurz, um verschlungen zu werden. Geh hinaus und finde deine Anker, je mehr du hast, desto einfacher kannst du von einem einzelnen loslassen.

Also, Leinen los,
Robin

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Autor: Jan
Kategorie: Bewusstsein, Liebe und Beziehungen, Persönichkeitsentwicklung

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Kommentare (4)

  • Maria
    06/07/2012 at 13:38 |

    Danke für diesen Artikel. Es stimmt 🙂

  • Sandra
    22/08/2012 at 19:19 |

    Toller Artikel. Herzlichen Dank.

  • Natalia
    26/08/2012 at 20:42 |

    SUPER!!

  • Chris
    07/02/2013 at 21:47 |

    Hi, man sollte nicht nur im außen suchen sprich Personen, Dinge, Hobbies..ich muß mich selbst lieben..mir selbst wert und respekt geben..also nach innen schauen..

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