02
May
2011

Mit-Gefühl sehen

Mitgefühl ist eine sehr wichtige Sache – und wird in der täglichen Kommunikation doch oft vergessen.

Wie viele der gefühlten 1 Millionen Ratgeber und Gurus im Bereich Kommunikation versuchen Dir einzubläuen, dass alles was Du tun musst um erfolgreich kommunizieren zu können eine einzige Fähigkeit ist:

Den Gegenüber ausreden zu lassen und ihm oder ihr wirklich gut zu zuhören, WAS er oder sie sagt!

Aber ertappst vielleicht auch Du Dich hin und wieder dabei, dass Du während Gesprächen…

  • …nicht wirklich ganz „da“ bist?
  • …in „Deine eigene Welt“ abdriftest?
  • …eigentlich gar nicht daran interessiert bist, was der oder die andere grade erzählt?
  • …– gerade wenn Du vorher gar nicht daran gewöhnt warst zu zuhören – Du so stark auf die Stimme oder den Inhalt Deines Gesprächspartners fokussiert bist, Du aus genau diesem Grund ebenfalls leicht „in Trance gehst“?
  • … stark „abgelenkt“ bist, OBWOHL Du eigentlich wertvolle Sachen zum Thema beitragen könntest?
  • …vielleicht einiges aufnimmst, aber nicht mitfühlst – da es dich nicht genug bewegt?

All das spricht nicht von einem Miteinander und auch nicht von Mitgefühl.
Dabei ist besonders das in der Kommunikation sehr wichtig.

Was ist Mitgefühl?

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich vor kurzem in der Münchener U-Bahn saß. Ich war gerade auf dem Weg vom Flughafen zum Hauptbahnhof, weil ich meinen Rückflug nach Saarbrücken, um 2 Minuten verpasst hatte.

Als die U-Bahn an einer Zwischenstation hielt stand auf einer der Werbetafeln:

Mit Gefühl fernsehen!

Ich weiß grade nicht mehr von welchem bekannten Fernsehsender oder für was genau die Werbung war, allerdings prägte sich dieser Satz so tief in mein Gehirn ein, dass ich nun hier sitze und für Dich diesen Artikel hier schreibe.

Worum geht es hier jetzt eigentlich, Jonas? Willst Du etwa, dass ich mich auf meine Couch schmeißen soll, um mehr Fernsehen zu gucken – und das mit mehr Gefühl? Soll ich zu den Leuten in diesem Flimmerkasten – egal ob in Nachrichten oder Daily Soaps Empathie entwickeln?

Weit gefehlt!! Wandeln wir den Satz des Werbeplakats doch mal ein bisschen um:

Mit Gefühl fernsehen!

Mit Gefühl (fern)sehen!

Mit Gefühl sehen!

Womit wir wieder bei der Überschrift dieses Artikels wären.

Was ich Dir klar machen will, ist: Anstatt dass Du im Gespräch nur auf den Inhalt achtest (vielleicht bist Du Dank Kommunikationsfortbildungen auch schon etwas weiter und nimmst nebenbei noch das „WIE“ jemand etwas sagt wahr [Körpersprache, Mimik, Muskelbewegungen,…] ;-) )…

… kannst Du vielleicht damit beginnen mehr und mehr Dich wirklich in Deine Gegenüber hinein zu fühlen. Nicht einfach nur genau hinhören und hinschauen (visuell und auditiv).

Wie stärke ich mein Mitgefühl?

Du entwickelst Mitgefühl, was wiederum ein stärkeres Gefühl, eine Vertrautheit in der Kommunikation verursacht.
So trägt dein Mitgefühl zu einer gesteigerten Qualität der Konversation bei und beeinflusst euer Miteinander sehr positiv.

Folgende innere Fragen an Dich selbst können Dir dabei hilfreich sein und Deinen arglistigen, analytischen Verstand „umgehen“:

1. Was fühlst Du, während der/die andere erzählt?

2. Was stößt bei Dir auf Resonanz?

3. Wie fühlt es sich an?

4. Wo in Deinem Körper ist diese Gefühl?

Hart eingesessene NLPler und andere Analytiker könnten jetzt argumentieren…

  • … „Ich fühle nichts!“
  • … “Wieso sollte ich da nun Mitgefühl haben?”
  • …„Ich bin aber eher ein ‚visuell-orientierter Mensch‘, ich brauch Bilder!!“
  • …„Ich bin ‚auditiv-orientiert‘, ich will lieber den Inhalt/den Klang der Stimme/die geräusche hören!“

Und beziehen sich damit auf das VAKOG-Modell aus dem NLP (Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch, Gustativ) und die damit verbundene angebliche Annahme, dass jeder Mensch bevorzugte Sinneskanäle/Repräsentationssysteme besitzt.

Ich stelle an dieser Stelle einfach mal die Behauptung auf, dass Dir in diesem Fall (solltest Du tatsächlich glauben, dass Du tendenziell Visuell/Auditiv geprägt bist) eventuell aufgrund von traumatischen Erlebnissen, Zurückweisungen oder anderen blockierenden Geschichten, Dir der Zugang zu Deiner eigenen Gefühlswelt fehlt! Und Du stattdessen lieber Bilder und (Glaubens)Sätze in Deinem Kopf analysierst und diskutierst.

Kommunikation auf einem neuen Level

Denn wenn Du diesen (Schlüssel-) Zugang hast – und dieser Zugang bzw. diese Form von emotionaler Bewusstwerdung erfordert nicht minder im ersten Moment eine Menge Mut – weißt Du, was es bedeutet wirklich mit dem/der anderen „mit zu fühlen“, wahres Mitgefühl zu entwickeln, Deine Mitmenschen wirklich „sehen“ (viel mehr fühlen ;-)) zu können und mehr und mehr nicht nur von echter Empathie, Weisheit und Intuition zu sprechen, sondern wirklich zu begreifen, was dahinter steckt und eben dies auch zu leben!

Denn was bringt Dir alles Wissen der Welt, alle Maschen und Tricks, wie Du erfolgreicher kommunizierst oder wie Du besser zuhören kannst, wenn Du gefühlskalt nicht Mit-fühlen kannst, um was es Deinen Mitmenschen wirklich geht?

Herzlichst,

Dein Jonas

Crashkurs jetzt anfordern!

Autor: Jan
Kategorie: Bewusstsein, Erfolgreiche Kommunikation, Persönichkeitsentwicklung

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Kommentare (4)

  • anja
    01/06/2011 at 16:12 |

    Schon allein beim crashkurs der Satz “es gibt nur Herausforderungen” hat auf mich eine große Wirkung gehabt.
    lg anja

  • 04/06/2011 at 18:00 |

    Jonas,deine Gedanken gefallen mir, lass mehr von Dir hören.Ich möchte gerne ein kostenloses Coaching. Danke, Elisabeth

  • 05/06/2011 at 16:01 |

    Hey,

    Danke, für eure beiden tollen Feedbacks! :)

    @Elisabeth: Schreib mir einfach ne Mail an jonas.grodhues@change-media.de

    lg,
    Jonas

  • 05/07/2011 at 09:38 |

    Hallo Jonas,
    sehr gute Gedanken. Ist manchmal schwer in die Tat umzusetzen, aber man sollte es üben.
    Ich bin auf mehrere Anregungen gespannt.

    Es grüßt
    Birgit

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