05
March
2012

Sich verändern – die eigenen Grenzen sprengen

sich verändern, Veränderung, Grenzen, sprengen, PersönlichkeitsentwicklungVeränderung basiert oft auf nichts anderem als dem Abbau von Angst. Das kennst du sicherlich auch. Sei es, dass du einer Freundin gern einmal wirklich deine Meinung gesagt hättest oder du entspannt, voller guter Laune, auf einem Essen mit Kollegen sein wolltest, in beiden Fällen hat dich nur eins daran gehindert, so zu sein, wie du sein wolltest – deine Angst.

Sich verändern, über die eigenen Grenzen hinauswachsen. Das klingt schwierig, muss es aber gar nicht sein. Viele Menschen – darunter auch lange Zeit ich selbst – die sich verändern wollen, machen dabei aber einfach ein paar entscheidende Fehler.

Da ich meine Fehler erkannt und aus ihnen gelernt habe, mag ich meine Erfahrungen nun an dich weitergeben – damit auch du deine Grenzen sprengen kannst und der bist, der du sein möchtest.

Veränderung heißt “Neues” & dadurch Angst

Gehen wir aber zunächst Mal einige Jahre in die Vergangenheit, denn früher ging es mir genau wie dir. Es hat einen ganz besonderen Tag gebraucht, um für mich zu erkennen, dass ich mein Leben endlich selbst in die Hand nehmen muss, um mich zu verändern. Eigentlich aber auch wieder nicht. Lass mich später erklären, was ich damit meine, doch zuerst einmal zu diesem besonderen Tag.

Vielleicht erinnerst du dich noch an Hape Kerkelings Buch zu seiner Reise auf dem Jakobsweg. Es war damals groß im Trend, ihn zu gehen. Ich war einer davon, der dem Trend gefolgt ist. Nicht aus christlichen Gründen, nein, ich wollte einfach abschalten, endlich einmal rauskommen, nachdem mich die Hektik und Ziellosigkeit in meinem Leben davor zur Verzweiflung gebracht hat. Ich dachte, dass den Jakobsweg zu gehen etwas ändern würde.

Dazu musst du wissen, dass ich Diabetiker bin. Ich habe also regelmäßig das Problem, dass mein Zuckerspiegel durch das Insulin zu weit absinkt und ich an sogenannter Hypoglykämie – also Unterzucker – leide. Die Folgen eines Unterzuckers können fatal sein, bis hin zum Koma und dem Tod.

An meinem ersten Tag in Spanien – ich ging die „harte“ Strecke von Saint Jean Pied De Port aus über die Berge – war ich irgendwann allein auf fast über 1000 Höhenmetern. Seit Stunden hatte ich keinen Mensch gesehen. Ich machte irgendwann Rast an einem Wasserspender. Ganz zufällig – ich hatte nichts davon bemerkt – kam ich auf die Idee meinen Zucker zu messen. Er war bei 34. Ab 30 herrscht Lebensgefahr. Ich saß nun also allein dort oben, begann sofort Tonnen an Traubenzucker in mich hinein zu schaufeln, und ging irgendwann weiter. Mir blieb ja gar nichts anderes übrig.

Als ich Stunden später schließlich in Roncesvalles ankam, in der Pilgerherberge eincheckte und mich ins Bett lag, erkannte ich es endlich. Den Jakobsweg zu gehen, das war nicht mehr als ein Fluchtversuch vor der Veränderung, der ich mich endlich stellen wollte. Sich verändern, das gelingt nicht, indem du auf den entscheidenden Moment wartest, die entscheidende Erfahrung oder indem du den Jakobsweg gehst.

Natürlich war das ein einschneidendes Erlebnis, doch nicht, weil ich mich dort verändert hätte, sondern weil ich dort erkannt habe, dass ich endlich aufhören muss, mich selbst zu belügen. Ich brauche keine Freiheit, ich brauche kein Abschalten, ich brauche keinen Abstand und keine Zeit nachzudenken, ich muss endlich handeln.

Veränderung kannst du nur tun, nicht denken

Sich verändern, das gelingt, wenn du dich deinen Ängsten endlich stellst. Du musst aufhören zu jammern, Ausreden zu finden, du musst einfach endlich beginnen, dich deinen Ängsten Schritt für Schritt zu stellen. Und du darfst nicht darauf warten, dass dich deine Eingebung trifft, denn letztendlich war auch dieses Erlebnis keine Eingebung für mich. Ich kam zurück und wollte sofort wieder in alte Muster verfallen. Diese Einsicht, damals in Spanien, auf dem Berg, sie hatte keinen wirklichen Bestand. Sie war nur ein kurzer Leuchtfunken.

Doch etwas hatte Spanien verändert, nicht jedoch dieser Moment, sondern der Tag danach. Obwohl ich die härteste Etappe nun hinter mir hatte, brach ich den Gang des Jakobswegs ab. Ich hatte endlich verstanden, sich verändern – mich verändern – das wird mir nur dort gelingen, wo mein Leben sich abspielt. Dort muss ich mich meinen Ängsten stellen, dort muss ich aufhören mich selbst zu belügen, dort muss ich aufhören zu jammern. Dort muss ich einfach Schritt für Schritt meine Grenzen sprengen.

Ich flog also zurück nach Deutschland. Ich hatte endlich begriffen, dass diese Idee den Jakobsweg zu gehen, der eigentliche Fluchtversuch war. Ich darf keine Zeit mehr verschwenden, ich muss endlich angreifen. Und trotzdem war danach nicht alles gut, doch was Spanien verändern hatte, war meine Fähigkeit, mich einfach für etwas zu entscheiden, statt nachzudenken und abzuwägen, bis ich im Endeffekt gar nichts getan habe.

Sich zu verändern bedeutet, sich zu verbessern

Egal, was du tust, egal, wie viel du nachdenkst, egal wie viel du abwägst, das Wichtigste ist, dass du – Risiko hin oder her – dich letztendlich dafür entscheidest, etwas zu tun. Und meistens ist die Entscheidung die Beste, die sich für dich am schlechtesten anfühlt. Denn genau auf diesem Weg sitzt deine Angst und versperrt ihn dir. Was rate ich dir nun also? Neben dem Gesetz der Anziehung rate ich dir vor allem:

Wann immer du über etwas großes nachdenkst, dass deine Zukunft wirklich betrifft, deine Zukunft verändern kann, dich verändern kann und du dich entscheiden musst, denk einmal darüber nach, ob du dich nicht selbst belügst, ob deine Gedanken dir im Weg stehen und du, statt dich deiner eigentlichen Angst zu stellen, nicht doch eigentlich den leichten Weg gehen willst. Sich verändern, das geht nur, wenn du dich deinen Grenzen stellst, nur so kannst du über dich selbst hinaus wachsen.

Alles Liebe,
Philipp

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Autor: Jan
Kategorie: Persönichkeitsentwicklung

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Kommentare (2)

  • 07/03/2012 at 10:45 |

    Wirklich guter Artikel. Jeder erfolgreiche Mensch oder der, der es werden möchte, kommt um eine Veränderung nicht herum. Auch bei mir war es so, dass das ich zu Beginn wirklich große Angst hatte. Heute bin ich froh, dass ich meinen Weg gegangen bin und kann eigentlich nur den Kopf schütteln, wenn ich zurück Blicke und mir meine Person genauer betrachte :).

  • Michi.K
    28/09/2012 at 18:19 |

    Hallo Zusammen…

    Danke für den tollen Artikel. Ja ich kann dem nur beipflichten. Ich stehe genau vor einer solchen Situation. Ich habe mich selbst belogen und Angst gehabt zu versagen. Ich habe meine Beziehung und das drumherum mit meiner introwertiertheit (fast) kapput gemacht!
    Es brauchte sehr sehr viel bis ivh dies einsah! Ich glaube auch dass der Anfang der schwierigste Teil ist davon! Ich muss mich meinen Ängsten stellen. Ich werde mich ändern müssen um nicht alles zu verlieren was mir lieb ist! Ich werde in einem Blog versuchen meine erlebnisse und erfahrungen weiter zu geben! In diesem Sinne! A new Live Grüsse Michi.K

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