03
April
2011

Stimme trainieren – So bekommst du eine “Magic Voice”

Stimme

In diesem Artikel möchte ich dir ein paar sehr hilfreiche Tipps an die Hand geben, wie du in kurzer Zeit deine Stimme trainieren kannst um in einer Vielzahl von Situationen selbstbewusster aufzutreten und zu überzeugen.

Vielleicht kennst du die folgenden oder ähnlichen Situationen:

Die Stimme im Einsatz: Der Vortrag

Du sollst in deiner Firma oder Universität eine Präsentation vor wichtigen Kunden oder Professoren halten. Du bereitest dich auf diesen Vortrag bestmöglich vor und du arbeitest alle Einzelheiten bis ins Kleinste aus.

Du fühlst sich durch deine Vorbereitungen trotz einer gewissen Nervosität gewappnet gegen vielerlei Bedrohungen kleinerer und größerer Art. Du wissen, was du machen wirst, falls das Mikrofon übersteuert oder der Projektor ausfallen sollte.

Du erscheinst überpünktlich im Vortragsraum vor deinen potentiellen Kunden oder Ausbildern. Nachdem sich alle Zuschauer gesetzt haben, wird es allmählich ruhig im Saal.

Die Menschen im Vortragsraum beobachten dich nun direkt und aufmerksam und du schaust die Leute an. Du weißt, dass die Leute von dir eine herausragende Rezitation erwarten.

Unvorbereitet und unvermittelt steigt deine Nervosität stark an. Der Kopf wird heiß und du beginnst zu schwitzen. Vielleicht errötest du sogar. Du öffnest den Mund um deine Rede zu beginnen. Es kommt allerdings zunächst nur ein unsicheres Krächzen heraus.

Du entschuldigst dich räuspernd und nimmst erst einmal das bereitgestellte Wasserglas um einen Schluck zu trinken. Nun beginnst du erneut mit deinem Vortrag. Du kannst jetzt zwar sprechen, deine Stimme klingt aber zittrig und dünn. Du hangelst dich mit vielen „Ähs“ und Räuspern und Entschuldigungen durch deinen Vortrag.

Alle deine Vorbereitungen scheinen irgendwie vergebens gewesen zu sein und ein Scheitern deiner Präsentation ist unabdingbar. Du merkst genau, dass die Zuschauer sich während deines gesamten Vortrages sehr unangenehm fühlen und irritiert sind. Du weißt am Ende des Vortrages, dass etliche deiner potentiellen Kunden und Geschäftspartner vielleicht für immer verloren sind oder dass du eine mündliche Prüfung nicht bestanden hast.

Und das nicht etwa, weil du dich nicht vorbereitet hast, sondern weil deine (untrainierte) Stimme dir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Eine sehr bekannte Situation, in der ein wenig Arbeit an der eigenen Stimme Welten verändern können.

Nehmen wir noch ein anderes Beispiel.

Die Stimme im Einsatz: Der Flirt

Du bist auf einer Party eingeladen und du siehst im Laufe des Abends eine umwerfende Person, die alleine mit einem Cocktailglas in der Ecke steht. Eine sexy Frau mit aufregenden Kurven oder ein attraktiver Mann mit unwiderstehlichem Charme und Ausstrahlung.

Du fühlst, jetzt oder nie, diese Gelegenheit darfst du nicht versäumen, um diese Person kennen zu lernen.
Du fasst dir also ein Herz, gehst auf die Person zu und sprichst Sie an. Das Objekt der Begierde antwortet dir. An dein Ohr dringt jedoch unerwartet eine unangenehme, schrille und fipsige Stimme.

Der vorherige erotische Zauber des Augenblicks wird mit einem Schlag zerstört sein. Auch hier liegt es eigentlich nicht an dir. Nicht an deinem inneren oder äußeren Erscheinungsbild. Alles was hier nicht passt, ist deine Stimme. Ein wenig Training kann auch hier einen riesigen Unterschied machen.

Abschließend noch ein Beispiel aus der Berufswelt – dieses Mal aus einer anderen Perspektive.

Die Stimme im Einsatz: Das Vorstellungsgespräch

Du bist Personalchef in einer Firma und du hast ein Vorstellungsgespräch mit einem Bewerber abzuhalten. Seine Zeugnisse sind ausgezeichnet, das Erscheinungsbild ist angenehm und der Kandidat scheint genau der Richtige für den ausgeschriebenen Job mit Kundenverkehr zu sein.

Nach kürzester Zeit bemerkst du aber, dass der Jobanwärter eine nuschelige, feuchte und undeutliche Aussprache hat, so dass du mehrfach nachfragen musst, weil du ihn nicht verstanden hast. Es fällt dir schwer, den Bewerber zu verstehen – geschweige denn, ihm wirklich zuzuhören. Nun frage ich dich: Wirst du diesen Mann einstellen?
Wohl eher nicht.

Die Stimme richtig einsetzen

Wie es anders gehen kann, mit ein wenig Stimmtraining und Vorbereitung?

Der Vortrag: Du hältst deine Präsentation trotz vorhandener Nervosität mit einer souveränen, ruhigen und klaren Stimme. Die Zuhörer können dir die ganze Zeit gespannt und aufmerksam folgen. Am Ende des Vortrages hast du dein Publikum überzeugt, du wirst alte Kunden noch mehr an dich binden und Neukunden gewinnen oder deine Prüfung voraussichtlich bestanden haben.

Der Flirt: Die angesprochene Person auf der Party antwortet dir mit einer weichen, wohlklingenden und anziehenden Stimme. Du hängst sofort wie gebannt an den Lippen des Gegenübers und dein Herz wird dir signalisieren, dass gerade vielleicht etwas Wunderschönes geschieht.

Das Vorstellungsgespräch: Der Bewerber für den Job erwidert deine Fragen mit einer kräftigen, volltönenden und charmanten Stimme. Du weißt instinktiv, dass dieser Jobinteressent ebenso sympathisch auf die Kunden wirken wird. Er wird den Job aller Voraussicht nach erhalten.

Die Wirkung der Stimme

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen (z. B. Prof. Albert Mehrabian; Sprechwirkungsforscher Hartwig Eckert; John Laver; Test Zeitschrift GEO) beweisen zusätzlich, welche entscheidende Wirkung die Stimme hat:

Nach Prof. Mehrabian

Der Körper, sprich Kleidung, Gestik, Mimik, Körpersprache hat einen Anteil von 55% der Wirkung eines Menschen auf einen anderen. Das Wort, also das was man sagt, macht nur einen Anteil von 7% aus, während die Stimme und der Stimmklang 38% der Wirkung ausmachen. Das bedeutet nach diesen wissenschaftlichen Untersuchungen, dass man in vielen Situationen bereits zu 93% erfolgreich ist, wenn Körper und Stimme stimmen.

Schauen wir uns nun zunächst einmal an, welches die häufigsten Sprechfehler sind:

  • Zu leises Sprechen
  • Nuscheln (lasche und undeutliche Artikulation)
  • Zu langsames oder zu schnelles Sprechen
  • Monotone Sprechweise
  • Räusperzwang
  • Zu viele „Äh, Äh´s“
  • Aufsteigende Intonation (jeder Satz wird am Satzende nach oben gesprochen)
  • Kloßgefühl im Hals
  • Näseln
  • Endsilbenverschlucken
  • Zu hohe oder zu tiefe Stimme
  • Etc.

Wodurch zeichnet sich im Gegensatz eine angenehme und volltönende Stimme aus? Sie umfasst deutlich mehr als nur einen angenehmen Grundton:

  • Entspannt und dennoch kräftig soll sie klingen
  • Klar und verständlich soll die Artikulation sein
  • Sympathie herstellen
  • Durchsetzungsvermögen signalisieren
  • Aufmerksamkeit schaffen
  • Emotionen vermitteln und übertragen
  • Inhaltlich gut verstanden werden
  • In Erinnerung bleiben

Eine angenehme Stimme ist erlernbar

Für dich an dieser Stelle einige gute Nachrichten:

Im sog. Stimmtraining lehrt man, dass Sprechen die Summe aus verschiedenen Muskeltätigkeiten ist. Wie fast jeder Muskel im Körper sind auch die Sprachorgane nachweislich trainierbar.

Klares und verständliches Sprechen entsteht also in erster Linie durch gut ausgebildete Stimmorgane. Durch spezielle einfach auszuführende Übungen und Routinen eines qualifizierten Stimmtrainings kannst auch du deine eigene souveräne und überzeugende Stimme ausbilden.

Angenehmes und attraktives Sprechen entsteht vor allem durch eine Entspanntheit der Sprechorgane und des Körpers. Ebenso durch Stimmtraining kannst du durch präzise und unkompliziert nachvollziehbare Anleitungen einen angenehmen und erotischen Stimmklang erreichen. Ein entspannter Körper und Stimmklang bewirken zusätzlich sozusagen als “Nebeneffekt” automatisch eine unverkrampfte und anziehende Körpersprache!

Wer Stimmtraining betreibt, wird schon nach einiger Zeit eine deutliche Verbesserung der eigenen Stimmleistung feststellen und die Mühe lohnt sich: Eine gute Stimme bedeutet in der Regel nicht nur bessere Erfolge in der Verführung, sondern allgemein besseres Wohlbefinden, verbesserte Kommunikationsfähigkeit im privaten und beruflichen Bereich und eine beträchtliche Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins. Was glaubst du wie gut es dem eigenen Ego tut, wenn man spricht und auf einmal als Autorität wahrgenommen wird. Ein weiterer Vorteil der eigenen Stimmbildung ist, dass Stimmtraining auch gleichzeitig Sinnesbildung ist, also das eigene Gehör wird ebenso geschult und sensibilisiert, so dass man meist weitaus eher in der Lage ist beim Gegenüber feine Nuancen in der Stimme herauszuhören, also ob die Frau z. b. nervös ist oder sexuell erregt ist.

Vor allem: Stimmtraining macht einfach Spaß! Es ist faszinierend, wenn man alte Grenzen sprengt und im Alltag und insbesondere im Umgang mit dem anderen Geschlecht bemerkt:

…und plötzlich hört man Dir zu!

Über den Autor:

KlausKlaus Neumann ist gelernter Schauspieler (staatl. anerk.) mit einer zusätzlichen 3-jährigen Sprecher- und Stimmtrainerausbildung. Sein Wirkungsfeld umfasst seit über 10 Jahren das Stimmcoaching und den Schauspielunterricht von Einzelpersonen und Gruppen sowie vielfältige Darstellertätigkeiten im Bühnen- und Fernsehbereich, Synchronsprechen und Moderation. Neben seiner Tätigkeit als Stimmcoach gibt er regelmäßig Seminare über Stimme und Charisma.

Kernkompetenz: Stimmtraining zur selbstbewussten und kräftigen Stimme und die Entwicklung einer erotischen Stimme bei der Verführung.

Klaus ist 47 Jahre alt und lebt in Köln. Weitere Informationen über Klaus und seine Arbeit findet ihr unter www.charmingvoice.de

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Autor: Jan
Kategorie: Bewusstsein, Erfolgreiche Kommunikation, Persönichkeitsentwicklung

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