23
January
2012

Übernimm die Ver-Antwort-ung! – Ein neues Konzept von Verantwortung

Verantwortung ist ein spannendes und zugleich sehr komplexes Thema,verantwortungda es in vielen Aspekten zum Ausdruck kommt. Ich habe in der Überschrift das Wort „Antwort“ hervorgehoben, da ich glaube, dass die Verantwortung etwas damit zu tun hat, wie wir auf Ereignisse antworten, also reagieren bzw. welchen Fragen wir Macht über uns Selbst gestatten. In meinem Weltbild gibt es zwei Sorten von Menschen.

Die einen agieren und die andere reagieren.

Aktion oder Reaktion?

Typ Nr. 1: Dieser Typus Mensch ist ein sehr weit verbreitetes Exemplar. Dieser Menschenschlag ist davon überzeugt, dass es so etwas wie „Zufall“ und „Schicksal“ gibt und „gottgegebene Tatsachen” mit denen man sich halt abfinden sollte und trotz dieser Gegebenheiten lernen muss, das Leben zu meistern. Oder auch nicht. Es fällt regelmäßig auf, dass dieser Typus Mensch oft in Problemen anstatt in Lösungen denkt und spricht. Diesem Menschen fällt sofort auf, wenn jemand etwas „falsch“ macht und weißt ihn mit einer bestimmten Art und Weise darauf hin. Wenn dieser Mensch einen Fehler macht, sind immer andere „Kräfte“ oder „Umstände“ dafür verantwortlich. Diese Menschen leben in einer „Kinderwelt“ und weigern sich, erwachsen zu werden.

Typ Nr. 2: Dieser Typus Mensch ist eher ein selten anzutreffendes Exemplar. Dieser Menschenschlag hat nach vielen Lektionen, die ihm das Leben stellte, erkannt, dass er und nur er für das von ihm erlebte Leben verantwortlich ist. Dieser Typ Mensch sieht in Zufällen und Umständen, Wirkungen, die ein Ergebnis einer vorher gesetzten Ursache sind. Dieser Mensch erkennt seine eigene Kraft und ist in der Lage, konsequent von dieser Kraft Gebrauch zu machen, denn die Erkenntnis ist durchgesickert, dass er – und nur er – sein Schicksal in der Hand hat.

Die Alternative?

Meine Erfahrung ist ein Spielgel dieses Weltbildes, wo sich jeder Mensch, früher oder später, gezwungen sieht, Antworten zu suchen auf seine dringenden Fragen nach Sinn, Glück und Liebe. Diese Wörter scheinen schon ausgelaugt, und bei der Weltsituation, als naiv da sie doch noch an das Gute im Leben glauben und danach streben.

Doch gibt es wirklich eine Alternative hierzu? Gibt es die Möglichkeit, sich der Hoffnungslosigkeit zu ergeben und dauerhaft in Angst, Trauer und Wut zu leben?

Ich glaube nicht. Ich glaube, dass jedes lebende Wesen auf der Erde danach strebt, frei, freudig und voller Lebensglück ein Stück Unendlichkeit zu realisieren. Eine solche Sichtweise animiert mich Partei zu ergreifen und die Herausforderung anzunehmen, mich schrittweise und bedacht, von Typ 1 zu Typ 2 zu entwickeln.

Ich fühle mich derart herausgefordert, dass ich die Grundfragen noch einmal neu stellen möchte:

  • Bin ich mit meiner Situation zufrieden?
  • Ja? Nein?
  • Woran liegt es?
  • Wo muss ich Verantwortung übernehmen und handeln?
  • Wovor habe ich Angst?
  • Was würde eine Veränderung bedeuten?
  • Wo sind meine Grenzen?
  • Ist vielleicht hier die Möglichkeit vorhanden, diese Grenzen ein Stück weit zu verschieben?
  • Was könnte geschehen?

Ich möchte diese Frage so tief und so oft stellen, bis ich die Antwort erhalte und die persönliche Konsequenz erkennen kann und bereit bin, diese zu ziehen. 

Die Wirklichkeit als Prüfstein

Das eigene Leben muss Prüfstein werden für diese Fragen. Ich möchte diese Fragen auf eine Art und Weise stellen, die andere dazu motiviert, es ebenfalls zu tun. Mir geht es nicht um moralische Appelle, es geht um Notwendigkeit – die Wende aus der Not. Ich kann momentan sehr gut mitverfolgen, in wie weit eine solche Not besteht und was ich tun kann, diese Not zu wenden. In meinem sehr engen Bekanntenkreis gibt es einige Menschen, die sich ohnmächtig der Traurigkeit ergeben haben und glauben, hierfür keine andere Perspektive entwickeln zu können, da alles sowieso sinnlos ist.

Doch wo anfangen?

Was kann ich tun? Wie kann ich es tun? Wo soll ich anfangen?

Am besten bei mir selbst. Am besten bei meinen eigenen Glaubenssätzen. Denn nur hier kann ich wirklich Verantwortung übernehmen und andere Ansichten kultivieren. Nur hier kann – und muss – ich Ursachen erkennen, um Wirkungen verändern zu können. Denn mein Bewusstsein, meine Wahrnehmung, meine Gedanken und meine Gefühle sind dafür verantwortlich, wie ich die Welt um mich herum betrachte.

Betrachte ich das Leben als Spiel oder als Kampf? Betrachte ich es als Last oder als freudige Herausforderung? Suche ich Schuldige oder erkenne ich, dass es im Endeffekt nur einen gibt, der Macht über mich hat: Ich selbst?

Mit diesen Worten möchte ich dich dazu aufrufen, Verantwortung für deinen Bewusstseinszustand zu übernehmen und dich zu trauen, das lauschen zu erlernen um Antworten zu finden, auf Fragen, die dich zufriedener, lebendiger und liebenswürdiger machen werden.

Du musst es nur wünschen. Wollen. Glauben. Tun. Alles andere kommt von selbst.

In diesem Sinne:

„Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst“

- Gandhi

Ich bedanke mich bei dir, dass du bereit bist, dich weiterzuentwickeln, um in Mitverantwortlichkeit unsere aller Dasein zu erleichtern und es schöner, heller und freudiger zu gestalten. Leben deine Lebensträume aus, erreiche sie & genieße dein Leben!

In Dankbarkeit und Freude

Robert
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‘Retreat’ by h.koppdelaney on Flickr (via Sprixi). CC BY-ND licence.

Autor: Robert
Kategorie: Uncategorized

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Kommentare (4)

  • Jennifer
    23/01/2012 at 14:39 |

    Eine super Idee! Ich wende es sofort an und werde 100 % wieder “wachsen”! Ich bin so froh, dass diese Site ins Leben gerufen wurde!!!
    Nun erkenne ich auch ganz schnell den “Typ Nr. 1″ aber leider wollen die meisten Herrschaften, dass alles so bleibt… Schade! :) Ich nehme es für mich jedenfalls dankbar an!

    Liebe Grüße

    Jennifer

  • Matthias
    28/01/2012 at 08:17 |

    Wirklich eine super Idee. Nur sollte man rechtzeitig damit anfangen. Ich weiß jedenfalls nicht, ob ich jetzt noch aus dieser Hölle rauskomme, die ich mir 40 Jahre lang selber geschaffen hab.

  • Robert
    31/01/2012 at 10:55 |

    @ Jennifer: Es freut mich sehr, dass die mein Text gefällt! Durch meine intensiven Beobachtungen der Menschen in meinem Umfeld, ist mir im laufe der Zeit aufgefallen, dass durch meine eigene Veränderung in Bezug auf die Art und Weise wie ich die Welt wahrnehme, die Menschen in meiner Umgebung so etwas wie ein Beispiel dafür haben, dass Veränderungen möglich und wünschenswert sind!

    D.h. wenn Du es schaffst, deine Ansichten, Meinungen, Gedanken und Gefühle im Bezug auf deine Umwelt zu verändern, erlaubst du es anders, es ebenfalls zu tun!

    Ich danke dir, dass du mir gestattest, dich ein Stück weit zu begleiten :)

    @ Matthias: Es ist keine Frage des Alters, ob du eine Transformation deines Wesens in “Angriff” nehmen möchtest. Es ist nur der Grad an innerer Not-Wendigkeit und Selbsterkenntnis, der dir den Weg aus deiner selbst geschaffen Hölle weisen kann.

    Ich bitte dich von herzen, gib niemals auf! Das leben ist ein wundervolles Geschenk und mit jedem Atemzug hast du die Chance, das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten :)

    in dem Sinne, bin ich gerne für dich da.

  • Julia Vollmer
    29/03/2012 at 19:07 |

    Lieber Robert, ich finde deinen Artikel sehr wahr und richtig. Ich bin gerade an einem Punkt wo ich auch eine Angst überwinden möchte. Ich mache seid vier Jahren Stimmbildung und möchte jetzt anfangen klassischen Reportoire zu lernen bzw. hat meine Lehrerin gesagt, dass wir jetzt damit anfangen. Jedes Mal, wenn wir anfangen zu üben,mache ich zu und es wird alles krampfhaft und gezwungen. Jetzt frage ich mich, ob ich das wirklich will oder wovor ich Angst habe? Auf der einen Seite finde ich klassische Lieder sehr schön und möchte sie auch singen und trotzdem mache ich immer zu? Wie kann ich rauskriegen, was ich will oder was hinter dieser Angst steckt? Liebe Grüße, Julia

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