02
January
2012

Zweifel – Wie du Stärke aus ihnen ziehst!

Wie du deine Zweifel überwindest

zweifel

“Der Glaube an die Wahrheit
beginnt mit dem Zweifel
an allen bis dahin geglaubten Wahrheiten”
– Friedrich Nietzsche

Ich druchlebe momentan eine Zeit des Zweifels und möchte meine Erfahrungen bezüglich des Umganges mit diesen Zweifeln teilen.

Als Erstes möchte ich umschreiben, was ich als Zweifel betrachte, um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Ich glaube, dass der Zweifel, den ich in vielen Augenblicken empfinde, eine gewisse geistige Bequemlichkeit ist.

Als ich neulich an der Kasse einer Bäckerei stand und vor mir eine gewisse Tageszeitung mit großen, schwarzen Buchstaben im roten Hintergrund entdeckte, und ich es nicht vermeiden konnte, die Schlagzeile zu lesen, überkam mich ein wahnsinniger Zweifel an der geistigen Gesundheit vieler, vieler Menschen in unserer heutigen Gesellschaft. Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine verschwiegene Komplizenschaft in vielen Begegnungen zwischen Menschen gibt.

Viele Menschen sind sich einig darüber, bevor überhaupt die ersten Worte gefallen sind, gewisse Dinge einfach nicht wissen zu wollen. Diese Menschen wollen die Entscheidung, die dieses Wissen von ihnen abverlangen würde, einfach nicht treffen. Sie lassen andere entscheiden. Möglicherweise kommen Menschen zusammen und sprechen darüber, wie es wohl wäre, gewisse Entscheidungen zu treffen und das Leben in einer anderen Ausrichtung zu gestalten. Aber niemand hat die Absicht, dies wirklich zu tun.

Die Suche im Konjunktiv

Ich bin zur Zeit in einer Phase, in der ich das Leben, welches ich zu suchen vorgebe, in einen Konjunktiv verbannt habe, welcher mich daran hindert, dieses konjunktivierte Leben an den Hörnern zu packen und in das kalte Wasser der Ungewissheit zu springen.

Am besten warte ich, bis ich geschubst werde? Denn irgendwann schlägt ja auch meine Stunde. Aber ich kann ja noch warten. Ich such mir irgendeinen Job und schaue, was so passiert. So schlimm ist es ja auch nicht. Ich habe ja noch gar nicht das Wissen. Und Geld habe ich ja sowieso keines. Und was wird bloß meine Krankenversicherung dazu sagen? Und meine Eltern? Ohh weh…

Das ist der Weg des Zweifels. Das ist der Weg, mit dem ich meine Probleme verewige.

Statt die Probleme als Herausforderung zu begreifen und zu lösen, spreche ich darüber als würde nur noch diese Probleme meinem Leben Inhalt und Substanz verleihen.

Ich, so wie wahrscheinlich viele andere Menschen, bin süchtig nach Problemen.

Unsere Probleme definieren uns

Probleme in der Welt. Probleme auf der Arbeit. Probleme, weil gerade keine Arbeit in Sicht ist. Probleme, weil ich die Arbeit, die ich tue, nicht gerne tue. Probleme in der Wirtschaft. Probleme im Freundeskreis. Probleme mit dem Liebespartner. Probleme in der Familie, Probleme mit der Ernährung usw.

Ich frage nach Lösungen und bewahre dabei eine merkwürdige Entschlossenheit, die Lösung gar nicht wissen zu wollen. Ich beklage innerlich die Situation in der ich mich befinde und grübele über mein Leid. Sollte doch irgendwo her eine Botschaft kommen, die eine Antwort auf “mein Leiden” bereithält und es definitiv beenden kann, dann gehe ich schnell wieder zu meiner Tagesordnung über, damit ich mit gutem Gewissen vergessen kann, was ich eben noch gehört habe.

Probleme verleihen mir Identität (!). Welcher Wahnsinn wirkt hier durch mich? Unfassbar, wenn ich einfach nur einen Augenblick lang den Fokus auf andere Prioritäten als zuvor setze. Welch eine Kraft lauert hier?

Die Prioritäten des Lebens werden so gesetzt, dass die Sorge um Geld, um den Partner, um die vielen fehlenden Dinge wichtiger sind als die Beendigung der Sorgen. Die Probleme und Sorgen werden zum Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein Spiegel unserer Gesellschaft.

Die heutige Zeit in der wir leben, ist gekennzeichnet durch eine Krankheit (des Geistes), in der alles gerechtfertigt wird, was dem nicht befolgen der eigenen Wahrheit dienstlich ist. Wer versucht, diese Krankheit zu durchbrechen, gilt im besten Fall als naiv, verrückt und oder unrealistisch oder sogar als Verräter des “status quo”. Mich schüttelt es vor Unverständnis.

Wer kennt nicht solche Menschen? Menschen, die etwas erkannt haben, was sie nicht einmal in Worte fassen können.

Menschen, die ihre innere Wahrheit nicht dem Materialismus zum Opfer darlegen. Menschen, die ihre Lebendigkeit spüren und genau wissen, dass diese Lebendigkeit in allen Dingen wohnt. Menschen, die nicht wegschauen können und bereit sind, bei sich die Veränderung zu vollziehen, die sie in der Welt sehen wollen. Menschen, die im Stande sind, sich ihres eignen Verstandes zu bedienen und bereit sind unbequeme Fragen zu stellen und Antworten zu verlangen.

Die Überwindung des Zweifels

Solche Menschen sind aus dem Zweifel ausgetreten. Diese Menschen sind eingetreten in die Vision von sich Selbst, welche ausserhalb von Kategorien wie gut oder schlecht liegt. Eine Vision, für die es sich lohnt zu leben. Es ist ihre Wahrheit. Unangreifbar, wenn einmal erkannt doch so erschreckend fern des Gewohnten. Diese Vision verleiht Kraft um dem Gewohnten die Stirn zu bieten und andere Möglichkeiten in die “Lebensplanung” einfließen zu lassen.

Aus dieser Kraft strömt Bedeutung, Schönheit, Sinn und Freude und motiviert dich und mich bei jedem Atemzug, nach der inneren Zielgestalt (die jedes Wesen in sich trägt) zu streben.

Die einzige Herausforderung liegt im erkennen dieser Zielgestalt und vom Wissen in das Tun zu gelangen. Und genau hier setzt der Lehrer an. Er ist schon vom Wissen in das Tun gekommen und zeigt dir nun, wie auch du es schaffen kannst.

Es gibt so viele Gründe, aus dem Zweifel auszutreten und deiner Wahrheit zu folgen. Es gibt so viele Gründe, der Bedeutungslosigkeit zu entfliehen.

Warum höre ich Menschen so oft über ihre Schwäche, ihre Krankheit, ihre Sorgen und Nöte klagen? Warum werden immer und immer wieder die selben “Platten” abgespielt? Warum ergeben sich so viele Menschen in den Konsumrausch? Warum versuchen so viele Menschen dem Alltag durch Drogen, Glücksspiel und sonstigen destruktiven Tätigkeiten zu entfliehen?

Das Leben wird bedeutungslos, wenn die Kanäle der Kraft verschlossen sind. Der Mensch hat dann keinen Glauben und keine Vision für sein ganz eigenes Leben. Dieser Mensch hält Glück, Liebe, Freude und Leichtigkeit für Spinnereien und glaubt, ein Supermarkt sei realistischer. In dieser Haltung wird der Mensch dick und alt, aber er wird niemals das Geheimnis der Liebe erlernen.

Ich las viele Bücher, besuchte Seminare, verbrachte viele Stunden auf irgendwelchen Internetseiten und suchte nach der einen, magischen Pille. Ich träumte von einem neuen Leben. Aber ich erreiche es nicht, weil es nur ein Traum und Wunsch ist, solange ich nicht im Stande bin, aus der inneren Quelle der Kraft zu schöpfen und die volle Entscheidung getroffen habe, aus dieser Quelle ganz und kompromisslos (!) zu leben.

Der Wille zum wirklichen Sein

Die Kraft, von der ich spreche, ist kein Wunsch. Diese Kraft ist ein Wille. Wenn Du auf einmal merkst, in welchen Scheinwelten Du lebst, dann erwacht in Dir diese Kraft und weckt Deinen Willen.

Du wirst es an der Begeisterung spüren, die sich in Dir und um dich herum ausbreitet. Du erkennst und berührst einen völlig neuen Kontinent und siehst, mit offen Herz, Auge und Verstand, dass dieser Kontinent wirklich existiert.

Jetzt stehe ich vor der Entscheidung: Es wird Zeit, dass ich meinem Zweifel, meiner Lustlosigkeit und meiner Angst die Daseinsberechtigung entziehe und der Spur meiner Wahrheit folge.

Ich gönne mir diesen einen Tag. Ich suche den Ankerplatz meiner inneren Kraft.

Ich bleibe bei mir und lade dich ein, dies ebenfalls zu tun.

Heute.

Jetzt.

Ich danke dir,
Robert

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‘Head in Hands’ by Alex E. Proimos on Flickr (via Sprixi). CC BY licence.

Autor: Jan
Kategorie: Uncategorized

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